Während Matteo Mancini als freier archäologischer Mitarbeiter der Interdisziplinären freien Forschungsgruppe Wiener Stadtgeschichte mit einem Team die Katakomben unter dem Berliner Hotel Haus Deutscher Falke erforscht, stößt er auf Spuren seines jüdischen Urgroßvaters Daniel Aisbergh. Einem Familienmitglied, von dessen Schicksal so gut wie nichts bekannt zu sein scheint. Außer, dass er bis Kriegsende als Bakteriologe für das Berliner Robert Koch Institut gearbeitet haben soll – in Zeiten, in denen es Juden eigentlich unmöglich war, in exponierten staatstragenden Positionen des Deutschen Reichs zu arbeiten.

Gemeinsam mit der Bibliothekarin Judith Holland und unterstützt von Dr. Marcello La Speranza, einem historischen Mitarbeiter des Forscherteams Wiener Unterwelten, macht Matteo sich auf, weitere Erkenntnisse über seinen Vorfahren zu sammeln. Dessen Frau und Tochter 1938 in die USA ausreisen durften, wo sie die Grundsteine seiner heute in Bologna und Wien lebenden Familie legten.
Wie konnte Daniel Aisbergh die Jahre bis zum Kriegsende in Berlin überleben und an was hatte er in dieser Zeit gearbeitet? Welche Rolle spielte dabei der damals in Wirtschaft und Politik so mächtige Hotel- und Diamantenminenbesitzer Carlo van der Meer? Dessen Alleinerbin, Aktivistin und Bestsellerautorin Sally Wheeler sich nach einigem Zögern bereit erklärt, Matteo bei seinen Nachforschungen zur Seite zu stehen? Auf einem Weg, der über Südtirol und Israel zu einem in den Wiener Unterwelten sorgfältig gehüteten Geheimnis führt, das nicht nur seine Familie erschüttert, sondern auch all das in ein völlig neues Licht stellt, was Sally Wheeler einst über ihre Herkunft herausfand.
„Die Aisbergh-Akte“ erscheint 2023 wie gewohnt bei der Edition Mokka Wien.